Christuskirche

Berlin-Oberschöneweide

Die Christuskirche ist eine 1907-1908 von Robert Leipnitz erbaute evangelische Kirche im Berliner Ortsteil Oberschöneweide. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diverse Kriegsschäden behoben, sodass die Kirche ab 1959 neben Gottesdiensten auch aufgrund der hervorragenden Akustik als Tonstudio diente. Für die Aufnahmen mit dem Berliner Sinfonie-Orchester erfolgten sogar diverse Umbauten im Inneren des Gebäudes. Aufgrund fehlender Finanzen für Sanierungsarbeiten wurde die Kirche ab 1988 aufgegeben. Der Sakralbau wurde daraufhin bis zum Jahr 2001 ausschließlich dem Tonstudio des VEB Deutsche Schallplatten und seinen Nachfolgern zur Verfügung gestellt.

Erst in den Jahren 2003/2004 konnte die Christuskirche umfassend saniert werden. Dabei wurden einige Umbauten vorgenommen: Unterhalb der Seitenemporen entstanden ein abgetrenntes Café und ein Gemeinderaum, der auch für Ausstellungen genutzt wird.

 

Gutachten und Sanierung von Schieferdach und Turm

Der neogotische Kirchenbau wurde mit einem kreuzförmigen Kirchenschiff angelegt, über dem ein wuchtiger Vierungsturm mit achtseitiger Haube ragt. Die Dachflächen sind entsprechend kleinteilig und wurden mit Schiefern in „deutscher Deckung“ belegt.

D:4 fertigte im Jahr 2019 ein Schadenskartierung des Schieferdaches an. Da der Dachstuhl komplex und alterszeitbedingt entsprechende Verformungen aufwies, war eine detaillierte Erfassung und Darstellung für die Sanierung essenziell. Anhand diverser Gutachten (u.a. ein Holzgutachten) konnten Schäden aufgelistet, eine Fotodokumentation per Flugdrohne erstellt und notwendige Sanierungsmaßnahmen ermittelt werden. Geprüft wurde auch, ob durch einzelne Reparaturmaßnahmen eine Gesamtsanierung des Daches vermieden werden kann.

Im Anschluss folgte eine punktuelle Sanierung der ermittelten Schäden.