Ev. Militärseelsorge – WC-Anlagen

Berlin-Charlottenburg

Beschreibung Allgemein

Die Jebensstraße 3 wurde in den Jahren 1910 – 11 von den Architekten Adolf Bürckner und Fritz Herrmann als Sitz des damaligen Evangelischen Oberkirchenrats errichtet. Das Gebäude befindet sich mittlerweile im Besitz der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) und wird vom Evangelischen Militärbischof durch den HESB (Handlungsbereich Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr) genutzt und verwaltet.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen fünfgeschossigen Bau, der sich in ein Vorderhaus, einen Mittelflügel und ein Quergebäude gliedert. Die drei Gebäudeteile fassen, gemeinsam mit dem an zwei Brandwänden anschließenden Nachbargebäude, einen kleinen Hof ein.

Der Großteil der Räumlichkeiten des Bestands wird vom evangelischen Militärbischof mit seiner Dienststelle und dem evangelischen Kirchenamt der Bundeswehr als Büros genutzt. Einzelne Bereiche sind an andere Organisationen innerhalb der EKD vermietet. Über die Büronutzung hinaus verfügt das Gebäude über einen Veranstaltungssaal, eine Kantine und einen Archivbereich.

Die Sanierung und Umgestaltung mehrerer WC-Anlagen, sowie die Neugestaltung zweier Bürotrakte im Mittelflügel im 1. und 2. Obergeschoss werden im laufenden Betrieb durchgeführt. Außerdem soll die Art der baulichen Nutzung des Erdgeschosses im Quergebäude von einer Wohnnutzung zur Nutzung als Sozialstation für die Caritas geändert werden, deren Aktivitäten auf das unmittelbare Umfeld des Bahnhofs Zoologischer Garten gerichtet sind. Aufgrund der geplanten Umbauten und der Nutzungsänderung wurde vom Bauherrn auch ein neues Brandschutzkonzept beauftragt. Verbunden mit diesem Konzept werden verschiedene brandschutztechnische Einzelmaßnahmen erforderlich.

Das Gebäude ist ein Baudenkmal im Ensemble-Denkmalbereich. Alle relevanten Eingriffe und Änderungen werden mit der Unteren Denkmalschutzbehörde laufend abgestimmt.

 

Umgestaltung WC-Anlagen Vorderhaus

Der komplette WC-Strang im Vorderhaus mit insgesamt sechs WC-Anlagen auf vier Geschossen wurde vollständig entkernt und im Anschluss neugestaltet. Neben dem Einbau zeitgemäßer Ausstattung wurde die gesamte Technische Gebäudeausrüstung erneuert (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro). Die Anlagen gliedern sich jeweils in einen mit einer Trockenwand abgetrennten Vorraum mit Waschtisch und den eigentlichen WC-Raum, mit bis zu vier WC-Kabinen. Im 1.OG befindet sich ein barrierefreies WC, das mit Hilfe des Fahrstuhls schwellenlos erreichbar ist.

Die Wände hinter den Sanitärobjekten sind mit handgeschöpften Fliesen in drei verschiedenen Farbtönen belegt, die als farblicher Akzent die ansonsten zurückhaltende, aber hochwertige Innenraumgestaltung bestimmen. Der Rückgriff auf Fliesen, die mit derselben Technik wie zur Bauzeit hergestellt wurden, soll die historische Würde des Hauses unterstreichen.