Lithographie auf Karton © TU Berlin, Architekturmuseum

Im Auftrag der Ilse-Holzapfel-Stiftung haben wir ein bauhistorisches Gutachten zur Außenfassade des Hauses des Berliner Ensembles erarbeitet. Untersucht wurde die Entwicklung des Gebäudes von 1891, als die Firma Simon & Co. das Bauprojekt übernahm und den Architekten Heinrich Seeling mit der Planung beauftragte, über die 1957 von Helene Weigel initiierte Neugestaltung zum „Berliner Ensemble“ bis hin zur heutigen Erscheinung, die maßgeblich auf die Erneuerungsmaßnahmen von 1987/88 zurückgeht.

Recherche und Ergebnisse

Ziel der Untersuchung war es, eine belastbare Grundlage für ein zukünftiges Sanierungs- und Rekonstruktionskonzept der Fassaden zu schaffen. Im Fokus stand die systematische Auswertung sämtlicher verfügbarer Quellen, insbesondere historischer Pläne, Ansichten und Fotografien zur ursprünglichen Fassadengestaltung.
Während für die späteren Bauphasen keine originalen Planunterlagen aufgefunden werden konnten, ließ sich die Entwicklung der Fassade anhand historischer Fotografien weitgehend nachvollziehen und in ihren wesentlichen Veränderungen rekonstruieren.