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Über uns

D:4 wurde ab 1997 aus einer Zusammenarbeit der Geschäftspartner Marcus Nitschke und Jörn Focken gegründet.

Bis heute hat sich aus der ursprünglichen Idee, ein Planungsbüro für die Bereiche Architektur und Kirche zu gründen, eine besondere Spezialisierung und ein interdisziplinäres Team herausgebildet.

Bei uns arbeiten Architekt:innen, Denkmalpflegende und Designer:innen mit Kulturwissenschaftler:innen und Immobilienmanager:innen zusammen, sodass wir unsere Auftraggebenden auch in spezifischen Fragestellungen fachlich beraten können.

Vielfältige Projekterfahrungen im architektonischen und immobilienwirtschaftlichen sowie im kulturellen Bereich liegen unserem fortlaufenden Anspruch an das aufmerksame Durchdenken neuer Projekte und Aufträge zugrunde.

Unsere Auftraggeber:innen variieren von öffentlichen bis zu privaten, von kirchlichen bis zu kulturellen Institutionen und Personen. Für uns steht immer die individuelle Beratung und die gemeinsame Erarbeitung von Vorstellungen und Zielen im Vordergrund. Zeitgemäße Ideen, durchdachte Konzepte und eine ganzheitliche Beratung sind Kennzeichen unserer Arbeit.

ARCHITEKTUR

Unser Leistungsprofil im Bereich Architektur umfasst sämtliche Leistungsphasen gemäß HOAI (LPH 1–9). Hier können wir auf Fachkenntnisse im Neubau, Bauen im Bestand sowie in der Sanierung und Instandsetzung zurückgreifen.

Darüber hinaus sind wir in den Bereichen Gebäudebewertung tätig und verfügen über eine jahrelange Praxiserfahrung im Analysieren von Raumprogrammen und Erstellen von Nutzungsprofilen für Einzelgebäude und größere Immobilienbestände.

Weiterhin erstellen wir energetische Gutachten und leisten eine umfangreiche Energieberatung.

DENKMALPFLEGE

Unsere Mitarbeiter:innen bringen profunde Kenntnisse im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz ein. Denkmalpflegerische Aufgaben haben sich in den letzten Jahren zu einem besonderen Schwerpunkt unserer Expertise entwickelt.

Im Rahmen dieser Aufgaben erstellen wir:

  • bauhistorische Untersuchungen und Bauaufnahmen inkl. Archivrecherchen, Bauforschung am Gebäude und Fotodokumentationen
  • Denkmalpflegepläne
  • Schadensdokumentationen und Sanierungsgutachten
  • Farbbefunduntersuchungen

Ebenso begleiten wir unsere Auftraggeber:innen bei Absprachen mit Behörden und weiteren Beteiligten.

SAKRALBAU

An der Schnittstelle zwischen Architektur und Denkmalpflege können wir unsere Auftraggeber:innen durch unsere Fachkenntnissen und jahrelange Erfahrung im Bereich Sakralbau beraten. Zu unserem Aufgabenfeld gehört neben Neubauaufgaben auch die Begleitung und Betreuung von Gemeinden aller Glaubensrichtungen bei der Verwaltung ihrer Immobilien.

Bauaufgaben im Bereich Sakralbau stellen immer besondere Anforderungen an unsere Arbeit: Die sensible Analyse von Bedarfen der Gemeinden, historischer und politischer Kontexte der Glaubensgemeinschaften und Zukunftsvisionen unserer Auftraggeber:innen für ihre Immobilie definiert unsere Arbeit. So konnten wir in den letzten Jahren viele Gemeinden bei Sanierungen, Neugestaltungen, Umnutzungen und Optimierungen ihrer Gebäude begleiten.

KUNST & DESIGN

Bei vielen unserer Projekte im Architekturbereich arbeiten wir von der Entwurfsphase an mit Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Kunst verstehen wir ausdrücklich als integralen Bestandteil von Architektur, nicht als Applikation, wie sie oft bei „Kunst am Bau“-Projekten anzutreffen ist.

Im Bereich Sakralbau betreuen wir kirchliche Auftraggeber bei der Durchführung von Wettbewerben zur künstlerischen Gestaltung von Kirchenräumen und begleiten moderierend die Umsetzung der ausgewählten Arbeiten.

Darüber hinaus hat D:4 2016 die Architekturgalerie und den dazugehörigen Verlag treppe b gegründet. Der Galerieraum im Corbusierhaus Berlin beherbergt Wechselausstellungen zur Architektur der Nachkriegsmoderne sowie zeitgenössische Positionen, wird aber auch für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt.

FÖRDERMITTELMANAGEMENT

Viele Bauaufgaben im sozialen und kulturellen Bereich können heute durch Fördermittel mitfinanziert werden. Wir unterstützen unsere Auftraggeber:innen bei der Akquise, Beantragung und Verwaltung von projektbezogenen Fördermitteln, egal ob Landes-, Bundes, oder EU-Fördermittel.

STUDIEN & GUTACHTEN

Das Erstellen von Studien und Gutachten für Einzelgebäude oder größere Gebäudebestände zählt zu einem wichtigen Bestandteil unserer Arbeit. Hier arbeiten wir sowohl mit privaten, als auch öffentlichen Auftraggeber:innen zusammen und erstellen Konzeptstudien, Machbarkeitsstudien, Denkmalpflegerische Analysen aber auch energetische Gutachten und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Wir begleiten unsere Auftraggeber bei operativen Entscheidungen zur Umsetzung ihrer Projekte in individueller und vertrauensvoller Zusammenarbeit und können durch unser interdisziplinär aufgestelltes Team nicht nur architektonische und denkmalpflegerische Fragestellungen bearbeiten, sondern beziehen immer auch politische, soziale und historische Kontexte in unsere Bewertungen und Empfehlungen mit ein.

Unsere Einzelleistungen sind:

  • Machbarkeitsstudien
  • Nutzungskonzepte
  • Klimaschutzkonzepte/Energetische Konzepte
  • Bewertung von Liegenschaften
  • Finanzierungskonzepte
  • Immobilienberatung

Jobs

Ausführungsplanung Gebäude und Innenräume (m·w·d)

Wir suchen ab sofort eine/n Architekt:in für anspruchsvolle Ausführungsplanungen. Wir erwarten gute Kenntnisse von technischen Regelwerken und Normen, Freude am Detail und Sensibilität für den Einsatz nachhaltiger Materialien. Der Schwerpunkt Ihres Arbeitsgebiets liegt bei öffentlichen Gebäuden, u.a. Gemeinwesenzentren und Kindergärten.

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D:4 Hamburg: Architekt:in für alle Leistungsphasen (m·w·d)

Wir suchen ab sofort eine/n Architekt:in für anspruchsvolle Entwurfsaufgaben, Erfahrungen in der Ausführungsplanung und mit Bauleitungsaufgaben sind ausdrücklich erwünscht.

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Neuerscheinung

AIV-Forum 2-2021
grossWEST – AIV-Schinkel-Wettbewerb 2021

Dokumentation des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2021

Seit 1855 richtet sich der AIV-Schinkel-Wettbewerb als Förder- und Ideenwettbewerb jährlich an junge Planer:innen, um deren Kreativität für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben zu wecken. Neben der Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses initiiert der Wettbewerb einen Dialog zwischen Stadtöffentlichkeit, Fachleuten, Verwaltung und Politik. Er zielt darauf ab, Interesse für ein Gebiet zu wecken, Sensibilität im Umgang mit dem Bestand zu entwickeln, die Bedeutung für die Umgebung aufzuzeigen und somit zur Qualifizierung der Aufgabenstellung einer formellen Planung beizutragen. In diesem Sinne ist der Wettbewerb darauf ausgerichtet, eine Beziehung der breiten Öffentlichkeit zum Planungsgebiet zu generieren und sie für die Gestaltung der öffentlichen Räume zu gewinnen. Aufgrund seiner Unabhängigkeit gelingt es dem AIV-Schinkel-Wettbewerb damit, Anregungen in laufende Planungen einzubringen.

16 Euro
ISBN: 978-3-96551-802-5

Bestellungen an: MAIL

Aktuelles

Fotografie: Thomas Rosenthal

Deutschlandradio | Fazit | 06.07.2021 

Berlin will deutsch-deutsche Nachkriegsmoderne zum Welterbe machen.

Interview mit Marcus Nitschke

Neuerscheinung

Mit der neuen 2. erweiterten Auflage des Buches starten wir in den Sommer!

Die Teilnahme Le Corbusiers an der Internationalen Bauausstellung in Berlin 1957 gestaltete sich schwierig. Zur Einweihung seiner Unité d’Habitation 1958 distanzierte sich Le Corbusier vom realisierten Gebäude und betitelte es bewusst mit dem Zusatz: Typ Berlin. Heute ist das Gebäude einer der prominentesten Zeugen der Berliner Nachkriegsmoderne. Der Streit – mit seiner Eskalation – wurde zu einem legendären Beispiel für die realen Bedingungen und Grenzen von Werktreue, Urheberrecht und architektonischer Originalität.

Nachdem die 1. Auflage bereits nach wenigen Monaten vergriffen war, erscheint die Auflage nun mit neuem Layout und vielen ergänzenden Briefen von Le Corbusier und den Berliner Bauakteuren am 1. Juli für 18 Euro im Buchhandel.

Vorbestellungen nehmen wir gerne entgegen. Wie immer erhalten Sie bei uns einen Buchhandelsrabatt von 35 % ab 5 und 40 % ab 10 Exemplaren.

Infos unter: treppe-b.de
Bestellungen: HIER

ISBN: 978-3-96551-012-8

Ganz andere Räume

Interview mit Sebastian Behmann


Studio Other Spaces ist ein Büro für Kunst und Architektur, das 2014 vom Künstler Olafur Eliasson und dem Architekten Sebastian Behmann gegründet wurde.

 

Wie ist die Arbeitsweise von Studio Other Spaces?
Ein Projekt muss Potenzial haben, Themen eröffnen, die interessant sind. Unsere Werke entstehen aus dem Dialog und in dem Kontext, in dem wir uns bewegen.
Wir glauben, dass die Qualität des Verhältnisses zum Auftraggeber maßgeblich die Qualität der Arbeit beeinflusst. Wir machen eine sehr genaue Analyse, nicht nur räumlich, sondern auch sozial und wirtschaftlich und dann antworten wir auf verschiedenen Ebenen durch unsere Arbeit darauf.
Neben der Qualität des Raumes interessiert uns, wie und in welcher Form der Raum Menschen zusammenbringen und verbinden kann und ob er in seiner Form geeignet ist, Gemeinschaft zu generieren. Die Bauherren müssen uns die Frage beantworten können, ob sie eine Vorstellung von dem haben, wie der Raum mit Inhalt gefüllt werden soll. An der Stelle setzen wir an und versuchen, uns einzubringen. Es geht also um die Bestimmung des Raumes, nicht um die reine Ästhetik. Deswegen sind unsere stärksten Projekte die, bei denen wir eng mit unseren Auftraggebern in Kontakt stehen. Uns ist wichtig, eine echte Kollaboration zu schaffen, in der man zusammenarbeitet und sich ergänzt. Das macht das Arbeiten natürlich auch komplizierter, weil jeder seine Vorstellungen und Wahrnehmungen hat, aber solche Hürden geben einem Projekt mehr Tiefe.

Sebastian Behmann und Olafur Eliasson © Anders Sune Berg

‚Other Spaces‘ klingt nach einer anderen, vielleicht auch einer besseren Welt. Was ist das Ziel des Büros?
Natürlich wollen wir die Welt verändern!
Neben einem Interesse an der Vergangenheit ist es doch das Wichtigste, etwas zu schaffen, das die Zukunft abbildet und Perspektive gibt. Es geht darum, im Dialog mit Institutionen, Privatleuten oder Museen eine Zukunft zu entwerfen und diese idealerweise auch zu bauen.

Und woher kommt der Name Studio Other Spaces, beziehungsweise was initiiert er?
Er hat mehrere Ebenen: Zum einen haben wir Interesse an Heterotopien und interessieren uns für gebaute Utopien. Das sind beispielsweise Sakralbauten oder Museen, also Gebäude, die nicht im alltäglichen Leben verwurzelt sind, sondern bei denen man mit einem gewissen Anspruch Räume formuliert, die etwas tragen und verändern wollen. Das ist ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. Zum anderen gehen wir in die Alltagswelt. Wir bearbeiten und verhandeln Dinge so, dass sie für jeden erlebbar und erreichbar sind: Beispielsweise arbeiten wir momentan zusammen mit David Chipperfield Architects an einem Teil eines Hotels in Paris. Das ist eine verhältnismäßig profane Aufgabe. Doch hier übernehmen wir Prozesse, die wir aus unserer langjährigen Zusammenarbeit im Kunstbereich kennen. Die Dialoge werden dadurch andere und wir wählen oft eine andere Art und Weise, wie wir Dinge entwickeln. Es fließt viel von dem, was wir in der Kunst gelernt haben in die Architektur hinein. Am Ende sind die Arbeiten dann gut, wenn man keinen Unterschied zwischen Kunst und Architektur sieht.

Fjordenhus © Anders Sune Berg

Sie sprechen von der Verbindung von Architektur und Kunst. Welches Potential ergibt sich aus der Verbindung, vor allem gepaart mit dem Wahrnehmen und Erfahren von Räumen?
Mir macht es wirklich Spaß, die Dinge anders zu machen: Wir haben zum Beispiel einen Aufzug im Fjordenhus1 in Vejle (Dänemark) gebaut, der besondere Eigenschaften
hat. Zum einen spürt man den Wind beim Fahren, weil er nur durch Gitter vom Treppenhaus getrennt ist, zum anderen fährt er besonders schnell. Man hat wirklich das Gefühl sich zu bewegen. Der Aufzug ist so konzipiert, dass man in die Knie geht, wenn er losfährt, und wenn man wieder anhält muss man seine Tasche festhalten, damit der Schlüssel nicht rausfliegt. Es widerspricht dem, was man gewohnt ist. Nur so kann man das, was man sieht hinterfragen.

Fjordenhus © Anders Sune Berg

In Ihren Bauten geht es um eine Wahrnehmungserfahrung der Besucher. Wie bauen Sie Atmosphäre auf?
Beim Fjordenhus kommt der Besucher wie bei einem Schiff über eine Brücke in das offene Foyer. Er erlebt, was die Stadt ausmacht: Das Plätschern des Wassers, der Wind und das Licht, das an der Decke reflektiert wird. Diese sinnlichen Erfahrungen schaffen eine Verortung und beantworten die Frage: Wo sind wir hier? Wie im Kirchenbau auch, nutzen wir die zur Verfügung stehenden Mittel, um eine Dramaturgie und eine Atmosphäre zu schaffen. Der Spannungsbogen führt dabei durch das ganze Haus und hat viel mit der Lichtstimmung und der Akustik zu tun. Beispielsweise sind nicht alle Räume gleich beleuchtet. Das Foyer hat kein eigenes Licht, sondern wird nur von den Nebenräumen beleuchtet. Eine Dynamik, die man heute nicht mehr gewohnt ist. Vom metallisch lauten Treppenhaus geht es dann in den ersten Eingangsraum, der mit Hilfe von Akustiksteinen sehr gedämpft ist. Damit erhält jeder Raum seine eigene Klangqualität: entweder bewusst laut oder bewusst leise und dumpf.

 

Das ganze Interview finden Sie in: Kunst und Kirche – Magazin für Kritik, Ästhetik und Religion, 3.2020, S. 54-56.

Das Gespräch führten Hanna Düspohl und Marcus Nitschke, D:4 Architekten Berlin.

Zusammenwachsen – Landschaf(f)tstadt

Prof. Dr. Silvia Malcovati und Bernd Albers im Gespräch mit Marcus Nitschke

 

Marcus Nitschke
Ihr Beitrag zum Wettbewerb 2070 beschäftigt sich in Brandenburg mit den Städten Bernau und Schwedt. Wie sind Sie auf diese beiden Orte gekommen?

Silvia Malcovati
Wir sind ohne eine genaue Idee gestartet. Zunächst haben wir angefangen Orte zu untersuchen, die wir schon unter anderen Bedingungen betrachtet hatten, wie Potsdam oder Brandenburg an der Havel. Ziemlich schnell haben wir jedoch bemerkt, wie reich und vielfältig Brandenburg ist. Wir haben uns dann entschieden die Radialen zu erforschen, die für unsere Entwurfsidee eine große Bedeutung hatten, vor allem die Radiale in Richtung Nord-Osten. Ein guter Hinweis kam von den Mobilitätsexperten, die uns darauf aufmerksam gemacht haben, wie wichtig momentan die Beziehungen zwischen Berlin-Brandenburg und Polen für Deutschland sind. Das hat unsere Neugierde geweckt! Anschließend haben wir Informationen gesammelt sind durch Brandenburg in diese Richtung gefahren und haben uns mehrere Städte angesehen.

Hier gehts weiter…

Wettbewerbsbeitrag Zusammenwachsen – Landschaf(f)tstadt © Bernd Albers/Silvia Malcovati