Pater-Rupert-Mayer-Haus

Mons (Belgien)

Sanierung und Erweiterungsbau für die deutschsprachige katholische Seelsorge am NATO-Hauptquartier

Im Zuge der Sanierung der Bestandsgebäude soll der historische Komplex um einen neuen Bereich mit barrierefreier Erschließung erweitert werden. Der Veranstaltungsbereich für bis zu 400 Personen soll auf den aktuellen haus- und sicherheitstechnischen Stand gebracht werden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Betreuung der Familien der am nahe gelegenen NATO-Hauptquartier SHAPE tätigen deutschsprachigen Mitarbeiter:innen aller Konfessionen, wofür neue räumliche Angebote geschaffen werden.

Standort

Die Katholische Militärseelsorge besitzt über ihre Standorte in Deutschland hinaus in ganz Europa und weltweit Anlaufpunkte für Soldatinnen und Soldaten.

Das Deutsche Katholische Militärpfarramt Belgien hat seinen Sitz in Mons, wo auch das Oberste Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte in Europa (Surpreme Headquarters Allied Powers Europe, kurz SHAPE) stationiert ist.

Zu den Aufgaben der Katholischen Militärseelsorge gehört neben der Betreuung der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz auch die Unterstützung der Familien und Angehörigen in den heimatlichen Kasernen. Die Arbeit der Militärseelsorge spielt sich vor allem in gemeinsamen Gottesdiensten, aber auch Begegnungswochenenden oder Besinnungstagen ab. Für die Soldatinnen und Soldaten in Krisengebieten gibt es über die Gottesdienste vor Ort hinaus auch Telefon- oder Videogespräche mit Pfarrern und Seelsorgern.

Das Pater-Rupert-Meyer-Haus

Das Bestandsgebäude am Standort Mons wurde in den 1960er Jahren errichtet und ist heute dringend sanierungsbedürftig. Der Bestand weist für die Nutzung durch die Militärseelsorge und ihre Veranstaltungen für die Soldatinnen und Soldaten, aber auch für die familiengerechte Nutzung und für größere Gottesdienste und Veranstaltungen deutliche Defizite auf.

In einem gemeinsamen Abstimmungsprozess haben sich die Gemeinde vor Ort sowie die Vertreter des Katholischen Militärbischofs dafür entschieden, das Bestandsgebäude zum Teil zurückzubauen und durch einen zeitgemäßen Anbau zu ersetzen. Lediglich der noch gut erhaltene Gemeindesaal soll bewahrt und in den Neubau einbezogen werden.

D:4 legte bei der Planung besonderen Wert auf eine funktionale Integration des bestehenden Saalbereiches sowie der dazugehörigen Kapelle. Der Neubau orientiert sich architektonisch und in seiner Materialität am Bestand, erweitert diesen aber um die Klarheit und Transparenz eines modernen, deutlich auf seine Nutzung durch die Gemeinschaft fokussierten Gebäudes.

Der Anbau sowie die Freianlagen und die Zuwegung sind barrierefrei und familienfreundlich gestaltet.